Geschichte der Modelleisenbahn

Erste Versuche ein Eisenbahnmodell zu konstruieren, werden Ende des achtzehnten Jahrhunderts in England unternommen. Im Unterschied zur Spielzeugeisenbahn versucht man hier bereits die technischen Finessen so wie den Antrieb dem Vorbild einer echten Eisenbahn, damals noch dampfbetrieben, nachzubilden.

Die ersten Modellbahnen in England dienen Werbezwecken für die Originale. Anfangs funktionieren sie als Bodenläufer noch ohne Schienen.

Modellbau in Deutschland

In Deutschland beginnt der Modellbau 1835, als die erste Dampflokomotive die kommerziell für den Personenverkehr eingesetzt wurde, auf der Strecke Nürnberg-Fürth den Betrieb aufnahm. Es dauert fünf Jahre bis die ersten Modelle aus Blech und dazugehörige Zinnfiguren auf den Markt kamen.

1882 taucht die erste elektrische Eisenbahn auf und ein Jahr später beginnt man die Modelle auf Schienensysteme zu stellen.

Die erste nachgewiesene Modell-Lok mit Uhrwerkantrieb wird 1886 angeboten. Zu dieser Zeit gibt es bereits Spielsachen die mit Uhrwerk betrieben werden.

1891 beginnt sich das Angebot zu differenzieren. Es wird erstmals zwischen verschiedenen Spurweiten unterschieden. Wenige Jahre später wird das erste Mal Zubehör, wie Weichen, Tunnel und Signale angeboten.

Das erste Modell einer deutschen Lok gibt es 1900, kurz später entwickelt man mechanische und elektrische Fernbedienungen für die Weichen. Elektrisch betriebene Modellbahnen gibt es seit 1924.

1935, mit dem 100-jährigen Jubiläum der Eisenbahn in Deutschland, gibt es einige Neuerungen. Es gibt die ersten Modelle die aus Zinkdruckguss und nicht mehr aus Blech gefertigt werden und es wird ein Dreileiter-Bakelitgleis auf den Markt gebracht, dass das erste Mal einen Zweizugbetrieb ermöglicht.

Je kleiner desto besser

Der Trend immer kleiner Modelle zu produzieren setzt nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Es braucht neue Ideen um das Geschäft anzukurbeln und es setzt ein regelrechter Wettlauf unter den Herstellern ein, um möglichste kleine Modellbahnen auf den Markt zu bringen. Mit der 1972 eingeführten Spurweite Z auf 6,5 mm, hat man bisher die kleinste industriell gefertigte funktionstüchtige Modellbahn erreicht. Lediglich eine japanische Firma stellt seit 2008 vereinzelt noch kleiner Züge, mit einem Maßstab von 1:480 her.